Peter Meilchen | A R C H I V

Jun/10

25

Schland auf DVD erhältlich

SCHLAND | DVD-CoverExemplarisch läßt sich Meilchens Arbeit an einem Multimediaprojekt verdeutlichen. “Schland” ist der Versuch, den Blick gleichsam zu konservieren und mit der Kraft der Vergewisserung die Seele des Augenblicks festzuhalten. Diese multimediale Arbeit beschreibt einen akustischen Raum in einem räumlichen Behältnis, dem “neuen” DeutSchland, einem fiktiven Staat, tiefste Provinz.

Schland folgt dem poetischen Kernsatz: “Nur die Fiktion ist noch wirklich, weil die Wirklichkeit durch mannigfaltige Wahrheiten verunstaltet wurde.” Schland ist nicht nur ein Acker in Herdringen, auf dem Milchproduzenten umherlaufen, Schland ist überall. Es geht (ganz im Sinne Poes: “Man sieht es und sieht doch hindurch”) um den Blick, das Sehen, die Kurzsichtigkeit. (weiterlesen…)

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Haimo Hieronymus - MINIATURENWie kaum eine andere Werkstattgalerie in Deutschland hat ‘Der Bogen’ immer großen Wert auf die handwerkliche Erarbeitung von Künstlerbücherm gelegt. Von den Materialbüchern des Jürgen Diehl, über die »Schland-Box« von Peter Meilchen, bis hin zu den Haimo Hieronymus Erkundungen über die Möglichkeiten der Linie zwischen Schrift und Zeichnung findet sich eine Vielfalt des Ausdrucks, die ihres Gleichen sucht.

Diese Tradition wird nun fortgesetzt durch Stephanie Neuhaus mit ihrem Künstlerbuch »Schattenfluss«. Diese Artistin verfolgt das Ideal eines Künstlerbuches, in welchem Bilder Texten gegenübergestellt werden, ohne dass sie sich jeweils illustrieren, doch sie ergeben ein folgerichtiges Ganzes. Sie untersucht das Wesen des Schattens in ihren fast spröden Gedichten wie Bildern und lässt den eigentlichen Charme ihrer Poesie erst mit dem letzten Wort zur vollen Entfaltung kommen.

Stephanie Neuhaus - SCHATTENFLUSSDie Linolschnitte wirken bekannt, irgendwo schon gesehen, aber erst mit dem Rücken eines entblößten Menschen, dem Spiel des Lichts auf der Haut wird man diese Bekanntschaft erschließen. Die schlaglichtartige Ausleuchtung gibt diesem Arbeiten ihre Struktur, formt eine fließende Welt des Schattens, Formuntersuchungen trotzdem, ganz nüchtern protokolliert. Dieses Erstlingswerk fordert; auch zu kritischer Teilhabe.

Die kurze Form ist auch Haimo Hieronymus einen Versuch wert. Seine sprachlichen »Miniaturen« gehen ins Aphoristische. Als Sprach-Bildner prägt Haimo Hieronymus visuelle Sprachskizzen, Polaroids der Erinnerung. Und dies in Form eines Künstlerbuchs, das in der Edition Das Labor zum Suskribtionspreis bestellt werden kann. Einsehbar ist es am 1. Mai, wo es ab 17.00 Uhr im Kunstraum Krumscheid in Linz am Rhein präsentiert wird.

Zur Eröffnung liest A.J. Weigoni als Hommage an den in Linz am Rhein geborenen Peter Meilchen ein Kapitel aus dem Band »Vignetten«. Der Fluß seiner Klangrede ist verschachtelt verdichtet und in einem improvisierenden Parlando gehalten, das mit Abschweifungen, Reprisen, gelegentlichen Anekdoten und selbst umgangssprachlichen Wendungen nicht geizt.

Adresse:
“Kunstraum Krumscheid”
Asbacher Straße 2, 53545 Linz am Rhein
(Anfahrt via google-maps)

Mehr Informationen über die Künstlerbücher in der Edition Das Labor findet sich unter: http://www.kultura-extra.de/literatur/literatur/rezensionen/Kuenstlerbuch_Idole_Weigoni_Hieronymus_2007.php

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Gedanken Denken,

ein teilnahmsloser Roboter der eigenen Ansichten.

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Leidensarroganz

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Meine Sicht steht mir ins Gesicht geschrieben.

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Gleich schon ist jetzt eben.

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Auf der Vernissage (25.10.2009) zur Werkschau haben diverse Besucher Fotoserien geschossen. Einige Fotos sind bereits online. Die Fotoserien von Dieter Meth, Leonard Billeke und Dirk Stahl werden noch eingestellt.

Auch die Fotos von Dieter Meth sind jetzt abrufbar. Dirk Stahl hat einige Impressionen von der Vernissage in einer PDF-Datei zusammengefasst. Leonard Billeke reicht noch Fotos nach.

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Was grämt ihr euch. Und zappelt in euren Komplexen und Unzufriedenheiten beim Anblick meines Zufriedenseins. Lehnt euch zurück und bedenkt, ich bin sterblich und wenn dies geschehen ist, mögt ihr frohlocken, daß der Gegenstand eures latenten Ärgers euch genommen ist.

Doch bedenkt. Ich behalte alle meine Vorteile und nehme sie mit – mitsamt des gelebten Lebens. Das bleibt für euch und euer Ärgernis über meinen Tod hinaus.

Peter Meilchen, 2007

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